Albert Sandig

Alles über den alten Sonnborner Albert Sandig …

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Bericht von der Radfreizeit 2010

Radfreizeit 2010 Rindern.

Bericht von Dr. Hartmut Birmes und Joseph Fligl

 

Verabredungsgemäß trafen wir uns am Dienstag, den 21.09.2010 auf dem Parkplatz der katholischen Heimvolkshochschule Wasserburg Rindern mit der festen Absicht um 10.30h auf den Rädern zu sitzen. Das gelang auch trotz des nebeligen und ungemütlichen Wetters  ziemlich gut.

Wir machten uns unter Alberts bewährter Führung auf den Weg nach Schenkenschanz. Dort fuhren wir zu der kleinen evangelischen Kirche, wo die dortige Küsterin uns einen Einblick in die turbulente Geschichte des Ortes und der Kirche gab. Die Ortsgründung erfolgte in der Reformationszeit durch Martin Schenk, einer Art Minivorläufer von Wallenstein oder Gustav-Adolf, im Rahmen der militärischen Auseinandersetzungen zwischen Spanien und den Niederlanden. Der Name Schanz deutet auf die militärische Basis des Ortes hin. Albert hielt eine Andacht, die wir  mit einem Kanon unter Heribert Dursts Anleitung ausklingen ließen. Bei der Weiterfahrt setzten wir mit einer Fähre über einen Altrheinarm und fuhren zu Hannelieses Restaurant, wo der beste und gewaltigste Kuchen des Niederrheins auf uns wartete. Dort trafen wir auf Brigitte Pannen, die auch die Touren der beiden folgenden Tage organisierte und leitete. Zum teilweisen Abarbeiten der Kalorienmengen der Kaffeepause ging es durch die schöne, ruhige Landschaft des Niederrheins zurück nach Rindern.

Nach dem Abendessen informierte uns Walter Stachowitz über die Arbeit des Weißen Rings.

 

Der 22.09. war ein idealer Tag zum Radfahren. Wir fuhren durch den Reichswald in Richtung Nijmwegen. Es waren einige sanfte Steigungen zu überwinden.

Im Straßenverkehr bemerkt man, dass in Holland Radfahrer als vollwertige Verkehrsteilnehmer sind. Nach einer langen Mittagspause in der ältesten Stadt der Niederlande, Nijmwegen, fuhren wir über den Deich den Rhein bzw. die Waal  entlang zurück nach Rindern. Es war eine wunderschöne und vor allem gegenwindfreie Fahrt. Wir machten noch einen Stopp an der Verzweigung des Rheins in Niederrhein und Waal. Von dieser Ansicht ermutigt legten wir eine zusätzliche Kaffeepause in einem Restaurant auf dem Deich ein, wo uns zwei freundliche Hunde und natürlich nette Leute begrüßten. Danach ging es regen – und gegenwindfrei ins schöne Rindern.

 

Am 23.09. war wieder wunderbares Wetter. Nach der morgendlichen Andacht fuhren wir in Richtung Kevelaer entlang dem Altrheinarm Kermisdal. Nur zur Information, hier entlang schleppte der weiße Schwan den Schwanenritter in Richtung Kleve und Nijmwegen. Richard Wagner oder Wolfram von Eschenbach eingedenk radelten wir zum Garten von Frau Imig. Dieser Garten ist Teil der Aktion „Offene Privatgärten“. Unsere Gartenfreunde waren begeistert. Nach dem Kloster Graefenthal erreichten wir Goch mit den niedrigen Brücken und engen Durchfahrten. Zu erwähnen ist dass die katholische Kirche fast unter den Augen von Pastor Schlimm, den wir noch aus der Gemeinde Hammerstein kennen, einstürzte.

Der Radweg der Niers entlang brachte uns zu Jan an de Fähr.  Zum Mittagessen kamen wir nur mit einer handbetriebenen Fähre. Danach radelten wir weiter nach Kevelaer.

Gegen 16h erreichten wir  den Wallfahrtsort mit seiner Gnadenkapelle.

Die Rückfahrt erfolgte per Eisenbahn. Wir waren angemeldet und es funktionierte einwandfrei.

 

 

 

 

 

Am Abend informierte uns der pensionierte Ortspfarrer der Stiftskirche von Kleve  über die Geschichte von Stadt und Herzogtum Kleve.

Der Rückreisetag führte uns nach Kleve, um den Schwanenturm und die Stiftskirche zu besichtigten. Das Abschiedsessen fand jedenfalls in der Kantine des Amts- und Landgerichts statt, das sich im Schwanenturm befindet.

Nach dem Rückweg durch die klevischen Gärten fuhren wir zur Kirche in Rindern, in der sich ein einzigartiger Altar befindet. Dieser Altar wurde vom heiligen Willibrord geweiht.

Der Altar aus der Zeit Kaiser Neros war ursprünglich ein Altar der Kriegsgottes Mars. Die viel zu kurze Freizeit endete am Nachmittag des 24.09.2010.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 25. Oktober 2010 um 09:06 Uhr  

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